Hass kann keimen – weil andere schadlos bleiben

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Es ist doch immer so. Einer landet in der Psychiatrie die anderen bleiben schadlos. Machen so weiter. Und provozieren auch so weiter.

Der Psychiater erkennt, der Mensch ist nicht von Grund auf Böse. Doch wenn der Mensch in die alte Situation kommt, erwacht der Hass. Wird noch stärker. Weil andere verstehen es auch um so mehr zu provozieren.

Dann kommt es zur Tat, und keiner will etwas gewusst haben. Der Psychologe hält sich verdeckt. Das wahre Problem wird ja in der Psychiatrie nicht gelöst. Im Gegenteil alles kommt wieder in die alte Richtung, alte Muster erwachen.

Alles kommt verstärkt zurück. Das zeigt auch die letzte Tat. Hinrichtung der Geschwister mit mehr als 20 Hieben mit dem Beil.

Wahrscheinlich war es so: Die Geschwister, verspotteten ihn als Psycho, mag dich eh keiner. Das alles ist ein sehr, sehr großer Verstärker für Wut, Zorn, Hass. Deshalb wird man solche Fälle nie verhindern können. Auch die Geschwister hätten Behandlung gebraucht. Dann hätte sich der Mann viel mehr beruhigen können. Dann hätte er sagen können: „Ihr seid auch in Behandlung, könnt nicht mit Steinen auf mich schmeißen“!

Wann wird man je verstehen. Frieden kann nur schwer von einer Seite aus ertragen werden. Und die andere Backe hinhalten, auf Dauer vergebens.

Die Psychologie will eine härtere Haut anzüchten? Geht nicht, zumindest nicht auf Dauer. Wenn andere ungeschoren so weiter machen.

Nichts zu einer Wider Gutmachung tun müssen. Einzig nur weiter spotten, geht nicht. Da kann nie Frieden entstehen. Da keimt immer etwas, und die Spannung bleibt. Und wenn es zu solchen grauslichen Bluttaten kommt, ist nur noch Dunkelheit.

Der Mann war arbeitslos: Psychisch schwerst belastet.

Er zeigte immer wieder Aggressionen: Der Psychologe hätte die Angehörigen aufklären müssen kein zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen.

Doch gerade dies geschah: „Es war absehbar, dass einmal etwas passiert“
Aber wer war dieser Gerhard S. eigentlich? „Blitzgescheit und vermögend. Aber auch ein Eigenbrötler, den man maximal beim Einkaufen, aber nie bei Veranstaltungen im Ort gesehen hat“, sagte ein Einheimischer. Das Essen holte er oft vom nahen Gasthaus, weil die Mutter nicht für ihn kochen wollte – das Zerwürfnis war groß. „Es war abzusehen, dass da einmal etwas passiert“, weiß eine Anrainerin.

Vermögend, trotz Arbeitslosigkeit. Er hatte sicher Neider?

Und er hatte Probleme, große Probleme. Da genügte ein Funken wie: Sohn von Schwester sollte den Hof erben
Neben dem schwelenden Erbstreit (der Hof sollte an den Neffen, also den Sohn seiner Schwester, gehen) mit seiner Mutter, die er einmal wegen übermäßigen Heizens mit Holz anzeigte, stand auch eine Sachwalterschaft im Raum. Im Falle einer erneuten psychiatrischen Behandlung. Dass er vor gut einem halben Jahr ausgeflippt sein soll, als er Kirchensteuer nachzahlen musste, passt in die kranke Welt von Gerhard S.

Der Mann war in der geschlossenen Anstalt, fühlte sich zusätzlich schwer gedemütigt. Die anderen machten weiter mit Provokationen. Das konnte nicht gut gehen. Doch dies wissen „Experten“ nicht.

Wenn wer so schwer angeschlagen ist, sollte man auf keinem Fall den jenigen weiter provozieren. Wie: „Du bist dappat, nimmst deine Medikament nicht, häng di auf“!

Davon sollten Psychologen warnen. Und der klare Menschenverstand würde davon auch warnen. Aber scheinbar wog man sich in einer Sicherheit die es nicht gibt.

Sie bezahlten ihr Sicherheitsdenken mit dem Tod. Mit einem schrecklichen Tod, gezeichnet voller Hass man sah es an der Übertötung. Längst am Boden liegend im Blut, schlug er nochmals ein und nochmals.

Der Hass auch auf ihm selbst, es war Übertötung und erweiterter Selbstmord.

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