Leonard Nimoy ging in die Unendlichen Weiten

Leonard Nimoy | © Spock-Fans-Unite
Leonard Nimoy – einer der vielseitigsten Künstler, einer der größten Schauspieler, Regisseur, Produzent, Musiker, Fotograf

Am 27.02.2015 verließ einer der größten Schauspieler, Regisseur, Produzent, Musiker, Fotograf, Mr. Leonard Nimoy, allen als Mr. Spock aus STAR TREK bekannt, unseren Planeten. Nach nur 83 Erdenjahren ging er in die unendlichen Weiten, welche er und seine Crew viele Jahre mit dem Raumschiff Enterprise erkundeten.

Da war die 1966 gestartete, gleichnamige Serie welche bis heute, trotz der uralten Tricktechnik „faszinierend“ viele Zuseher hat und da waren die 6 filmisch weit besser gemachten Kinoabenteuer der Crew rund um Kirk, Pille und Spock. In einigen der Kinofilme führte Leonard Nimoy auch Regie, ua. im erfolgreichsten Teil 4 „Zurück im die Gegenwart (1986 ).

Aber auch Regiearbeiten aus anderen Genres sind bekannt wie zb. „3 Männer und ein Baby“ und die Rollen als Seriendarsteller wie etwa in der Urform von „Mission: Impossible“, der 70er Serie „Kobra, übernehmen Sie“.

“Ich bin nicht Spock!”

Leonard Nimoy | © NBC Television / Miyagawa
Leonard Nimoy als Spock, 1967

Fast jedes Interview mit dem vielseitigen Menschen zeigte aber das sich Mr. Nimoy nie auf seine Verdienste als Actor reduzieren lassen wollte und sich in seinem Buch „I Am Not Spock“ (1977) vor allem von der strikten Festlegung auf die Figur des spitzohrigen Vulkaniers distanzierte. (Jedoch folgte 1995 „I Am Spock“…)
Doch sein Traumberuf war Fotograf, eine Tätigkeit sie er nach der aktiven Karriere lange ausübte.

 

Man könnte an der Stelle nun alle anderen Talente dieses Mannes anführen doch das würde zu lange werden und was auch immer man schreibt, immer kommt man auf die Enterprise zurück.

So wie auch Leonard Nimoy selbst:

Zachary Quinto als Mr. Spock | © fenraven
Zachary Quinto als junger Mr. Spock in der ab 2009 neu gestarteten Star-Trek Reihe. Ein wirklich würdiger Nachfolger, genauso wie Chris Pine (Kirk), und Karl Urban (Pille)!

Hat er doch 2009, nach Jahrzehntelanger Abwesenheit vom Film (Ausnahmen: Sprachrollen) für den Start der neuesten STAR TREK Generation wieder die Rolle übernommen und mit einem Kurzauftritt seinen (würdigen) Nachfolger, Zachary Quinto den Weg zu den Sternen gewiesen.

In „Star-Trek Into Darkness“ (2013) verkörperte Nimoy zum letzten Mal DEN Mr. Spock, es war zugleich sein letzter Film.

 

 

 

 

 

Wiedergeburt?

Einem Schweizer Reporter eröffnete Nimoy vor ein paar Jahren das er „auf die Sekunde genau weiß wann seine Uhr ablaufen wird“ Er hatte angeblich sogar eine Countdown-Uhr welche seine Zeit rückwärts zählt. Diese sei wegen der Lebensversicherung, der Versicherer habe dies auf Basis von Alter und Gesundheitszustand ausgerechnet. Nun, letzterer war sicher wegen des Rauchens nicht gut, er hatte COPD und starb schließlich an den Folgen seiner Lungenerkrankung.

Die Figur Mr. Spock hat aber schon einmal den Tod überlebt, den schrecklichen Unfall an Bord der Enterprise (“Star Trek II: Der Zorn des Khan” (1982)) als er diese und all seine Besatzung rettete. Sein Leichnam wurde damals auf einen, durch das „Genesis-Projekt“ eben zu neuen Leben erwachenden Planeten verbracht und er wurde dort neu geboren!

Ob so etwas auch eines Tages im „realen“ Leben geht wird sich zeigen, immerhin haben SF-Autoren (ua. der 1991 verstorbene Schöpfer des Star-Trek Universums, Gene Roddenberry, † 24. Oktober 1991) schon manches vorhergesehen und wurden von einigen Dingen sogar überholt.

Star Trek | © chaosgenes
Da waren sie noch vereint: Mr. Spock, Cpt. James T. Kirk und Dr. Leonard McCoy (“Pille”) Nun ist nur mehr der Käptn auf der Brücke…

Eventuell sind nun etliche der Crew wie zB. “PilleDr. Leonard McCoy (DeForest Kelley, † 11. Juni 1999) und “Scotty” (James Montgomery Doohan, † 20. Juli 2005) an einen unbekannten Ort vereint und Mr. Spock Leonard Nimoy höchstselbst richtet eine Botschaft an den vielleicht letzten der von der Brücke geht – an den Cpt. James Tiberius Kirk, (William Shatner) und sagt zu ihm die berühmten Worte: „Ich war es und ich werde es immer sein – ihr Freund...“