Rallye Waldviertel 2017 – 1. Etappe – Titel noch offen

inkl. ein paar Gedanken zum Rallyesport an sich

Rallye Waldviertel 2017 Etappe 1 10.11.2017
Raimund Baumschlager & Pirmin Winklhofer im VW Polo R WRC führen nach Etappe 1 | © Harald Illmer

Heute wurde die 1. Etappe der 37. und leider letzten Rallye Waldviertel gefahren, die Favoriten sind ganz vorne – Doch morgen wird es richtig spannend.

Die 5 Sonderprüfungen des ersten Tages absolvierten die 3 Staatsmeister-Titelanwärter erwartungsgemäß am schnellsten:

1. Raimund Baumschlager & P. Winklhofer im VW Polo WRC
2. Hermann Neubauer & Bernhard Ettel im Ford Fiesta WRC (+2,7)
3. Niki Mayr-Melnhof & Leop. Welsersheimb im Citroen DS3 WRC (+12,1)

Doch morgen, Samstag, den 11.11.2017 warten noch 9 Sonderprüfungen im Raum Gföhl, St. Leonhard, Gars am Kamp, Manhartsberg und der MJP Racing Arena Fuglau.
Start des ersten Fahrzeugs ist schon um 7:15 und die insgesamt 14 SP, somit das Finish sollte noch vor 19:00 sein. Details siehe HIER (PDF).

Erfahrungs-Werte

Der oberösterreichische Rekord-Champion Raimund Baumschlager (13-facher Staatsmeister und Vorjahressieger im Waldviertel) führt also knappe 3 Sekunden vor dem Titelverteidiger aus 2016.
Ich kann einem, im wahrsten Sinn so „erfahrenen“ Mann, nur das Beste wünschen – natürlich auch seinem Team usw.

Warum betone ich das so?
Nun, schaut man die üblichen, hoch gesponserten Sportarten an, so sind deren Athleten oft mit 20, 25 „alt“, die Stars evtl. reich, aber verbraucht.
Und beim noch echt erdigen Teil des Motorsports (zB. Motocross, Trial, Rallye, …) zeigt sich erst der Wert der Jahre, wie man(n) mit jeden Kilometer im Querdrift besser wird.

Doch die Sponsoren brachen weg, Zuseher schummeln beim Eintritt und „Umweltschützer“ plärren wegen ein paar Rallyeautos im Jahr.
Dabei wird übersehen, welche Errungenschaften gerade dieser Sport für die „zivilen“ Verkehrsteilnehmer bedeutete. Man vergisst all die, daraus resultierender, und heute selbstverständlicher Techniken, welche moderne Autos besser machen.

Jene Entwicklungen verdanken wir Menschen, welche zu Beginn ihrer Karrieren mehr Benzin im Blut als Geld auf dem Konto hatten. Die sich und dem Sport immer treu blieben!

Alles Gute euch allen!

Danke auch an Organisatoren wie Helmut Schöpf, an die Funktionäre, Streckenposten, Fotografen wie Harald Illmer, an die letzten Sponsoren, deren Herz im 4-Takt schlägt und nicht zuletzt an die echten Fans!